GeschichteTurnverein-Nordhorn Facebook

Geschichte

Der Turnverein Nordhorn von 1894 e.V. (TVN) zählt heute mit ca. 2.400 Mitgliedern zu den mitgliedsstärksten Vereinen in der Grafschaft Bentheim.

Erster Turnwart des Vereins, noch dazu mit besonderer Eignung für sein Fach, ist Hans Valentin, der im Jahre 1893 als Lehrer nach Nordhorn gekommen war. Am 21. Dezember 1894 findet die Gründungs-Hauptversammlung des TVN statt. In dieser Versammlung wird die Vereinssatzungen genehmigt und der erste Vereinsvorstand gewählt. 13 Turnfreunde, 30 Turner und 13 Turnzöglinge (Jugendliche) tragen sich in die Mitgliederliste ein.

Der Vorstand im Gründungsjahr setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Rektor H. Reurik; stellv. Vorsitzender: B. Leenders; Turnwart: H. Valentin; Schriftführer: G. van Delden; Kassenführer: W. Hesselink

1899 wird H. Reurink zum Ehrenpräsidenten gewählt. Der Fabrikant und spätere Ratsherr Gerhard van Delden tritt als 1. Vorsitzender an seine Stelle. Er bekleidet dieses Amt in vorbildlicher Weise bis zum Jahre 1921.

Bis 1914 steigt die Mitgliederzahl des Vereins auf 400. Die Erfolge jener Zeit sind nicht zuletzt auf das unermüdliche Wirken des 2. Vorsitzenden, des Lehrers Karl Sager, zurückzuführen.

Nach Kriegsende lebt die Vereinsarbeit am 3. Januar 1919 wieder auf. Die Generalversammlung wählt folgenden Vorstand:

1. Vorsitzender: G. van Delden; 2. Vorsitzender: Willi Thissen; Turnwarte: Joh. Gerber, Joh. Hartgering, H. Gervink; Schriftführer: W. Wolf; Kassierer: K. Krüger; Zeugwart: L. Ottemann

Am 4. September 1921 wird der 1. Stadtverband für Leibesübungen gegründet. Rektor Irmer wird neuer 1. Vorsitzender des TVN. Im Juli 1928 findet in Köln das 14. Deutsche Turnfest statt. Der TVN entsendet 14 Turnerinnen und 24 Turner.

Im Jahre 1929 verlässt Rektor Irmer Nordhorn. Nachfolger im Amt des 1. Vorsitzenden wird Willi Thissen, seit 7. März 1904 Mitglied, seit 1913 Kassierer und seit 1919 2. Vorsitzender des TVN.

1934 muss Willi Thissen aus beruflichen Gründen die Vereinsführung aufgeben. Die Geschicke des Vereins lenkt nunmehr Fritz Blume.

Ab 1939 geht durch den 2. Weltkrieg der Turnbetrieb stark zurück., 1943 wird er ganz eingestellt. Nach dem Krieg hospitiert der Verein beim neu gegründeten Sportverein (später Eintracht Nordhorn). Bei der Gestaltung zur Wiedergründung des Turnvereins Nordhorn sollten die geschichtlichen Tatsachen und Entscheidungen von klugen Mitgliedern beider Nordhorner Turner-Vereinigungen, der des Turnverein Nordhorn von 1894 e. V. und der Freien Turnerschaft von 1919, eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Der Turnverein Nordhorn von 1894 e. V. hatte zur Deutschen Turnerschaft (DT) und die Freie Turnerschaft Nordhorn von 1919 zum Arbeiterturnerbund (ATB) gehört. Man beachte noch die Nachwirkungen des Sozialistengesetzes (1878 – 1890). In dieser Zeit waren politische Vereinigungen jener Gruppierungen verboten. Es bestand jedoch die Möglichkeit von Vereinsgründungen wie Gesangsvereine, Sportvereine, Turnvereine usw.. So konnten Gleichgesinnte das Verbot auf der politischen Ebene umgehen.

Seiner Zeit setzten sich die Vereinsvorsitzenden Wilhelm Thissen (TVN) und Fritz Kröner (Freie Turnerschaft) zu fairen Gesprächen zusammen und rangen gemeinsam um einen sinnvollen Zusammenschluss beider Vereine. Fritz Kröner war derjenige, der den Namen Turnverein Nordhorn akzeptierte, damit es nur wieder einen Anfang miteinander geben würde.

Im Dezember 1947 ist es endlich wieder für den TVN soweit! Die Vereinstätigkeit darf offiziell wieder aufgenommen werden. Folgender Vorstand wird gewählt:

1.Vorsitzender: Willi Thissen; 2. Vorsitzender: Fritz Kröner; Oberturnwart: Siegfried Meeuw; Schriftführer: Hermann Gervink; Kassenverwalter: Anton Theissing; Männerturnwart: Fritz Glahe

Vom 1. bis 9. August 1953 findet in Hamburg das 1. Deutsche Turnfest statt.

Am 15. März 1959 übergibt Willi Thissen, seit 55 Jahren Vereinsmitglied, sein Amt einem Jüngeren. Er wird zum Ehrenvorsitzenden des TVN ernannt. Schneidermeister Fritz Niere wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Willi Thissen erhält für seine langjährige Mitgliedschaft und seine unermüdliche Arbeit für das deutsche Turnen den Ehrenbrief des Deutschen Turnerbundes. Dr. Aloys Schäfer erhält die goldene Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes

Werner Alexy übernimmt 1965 den Vereinsvorsitz. Im TVN vollzieht sich ein Generationswechsel. Es gilt, neue unkonventionelle Wege in der Arbeit für den Sport zu gehen und auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt bei der immer weiter steigenden Mitgliederzahl zu festigen. Mit Herbert Steiner wird der erste hauptamtliche Turnlehrer eingestellt.

Ehrenmitglied Christian Ros, stirbt im Jahre 1966. Er wurde 90 Jahre alt und war 72 Jahre Mitglied des TVN! 1969, im 75. Jahr des TVN, kann der 1. Vorsitzende Werner Alexy das 1.500 Mitglied begrüßen.

Die Grundsteinlegung für das Turnerheim erfolgt im Mai 1969, das Richtfest wird im August gefeiert. Die Baukosten des Hauses betragen zu jener Zeit 280.000,- DM, die zu einem großen Teil aus Zuschüssen und Spenden aufgebracht werden.

Am 1. September 1971 wird Hans-Walter Munk neuer hauptamtlicher Sportlehrer.

1972 wird die Tennisabteilung gegründet.

Am 1. Januar 1973 zählt der TVN 1.747 Mitglieder, davon 1.074 Kinder und Jugendliche. Im April 1973 ist Frau Gerda Rieger aus Nordhorn das 2.000te Mitglied des Vereins.

1976 wird die männliche Jugend C des TVN Deutscher Faustballmeister/Halle. Max Krohs, seit 1913 aktiver Turner und seit langen Jahren als 2. Vorsitzender des Vereins erhält die Friedrich-Ludwig-Jahn-Plakette. Dies ist die höchste Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes.

Im Jahre 1978 scheidet Werner Alexy aus seinem Amt als 1. Vorsitzender. Sein Nachfolger wird Hartmut Siebe.

1980 wird die Faustball A-Jugend des TVN Deutscher Hallenmeister. In diesem Jahr wird die Tennisanlage eingeweiht – die Tennisabteilung hat schon 40 Mitglieder.

1982 wird Leoni Wasgien, zweifache Deutsche Meisterin im Turnachtkampf, neue hauptamtliche Turn- und Sportlehrerin des TVN.

1983 wird auch der TVN vom Aerobic-Fieber erfasst. Zum Ende des Jahres hat der TVN eine Mitgliederzahl von 2.130 erreicht.

Im Jahre 1985 löst Claus Luley Hartmut Siebe als 1. Vorsitzenden ab.

Sabine Pluyter, Kunstturn-Mädchen des Vereins, wird zur Freude des TVN in den C-2 Nationalskader des DTB berufen.

1986 gehört die Trampolin-Abteilung des TVN zur Spitze Niedersachsens.

Beim Deutschen Turnfest 1987, das vom 31. Mai bis 7. Juni in Berlin stattfindet, sorgt der TVN für einige herausragende Erfolge. Heike Kandziora belegt im Trampolinturnen der Leistungsgruppe V im Feld ihrer 141 Konkurrentinnen den 1. Platz und wurde damit Turnfestsiegerin.

Karin Steffens setzt die Tradition ihrer Familie fort und wird in die Jugendnationalmannschaft berufen. Bernhard Hombert, Oberturnwart des Turnkreises und seit 39 Jahren Mitglied des TVN, erhält 1987 für seinen jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz für das Turnen die Jahn-Plakette.

1. Januar 1988: Der TVN zählt 2.489 Mitglieder.

1988 finden die Landesmeisterschaften der Kunstturner statt. Christina Skeirys wird im Pflicht-Kür-Vierkampf Vizemeisterin und qualifizierte sich für den am 1. Oktober in Marburg stattfindenden Deutschland – Cup. Bei diesen Deutschen Meisterschaften belegt sie einen beachtlichen 7. Platz.

Am 4. April 1989 begrüßt Vorsitzender Claus Luley mit Anne-Christin Kattge eine neue hauptamtliche Lehrkraft beim TVN. Die 15jährige Christina wird im Turnvierkampf (DTB Cup M 7) Landes-Vizemeisterin und qualifizierte sich für die deutsche Meisterschaften in Bayreuth.

Der TVN hat zu Beginn des Jahres 1990 2.701 Mitglieder. In diesem 3 der Asthmasport neu ins Programm aufgenommen.

Im März 1991 wählt der TVN einen neuen Vorstand. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende Gaby Eils löst Claus Leuly ab und wird an der Spitze des Vereins gewählt. Damit wird der zu zwei Drittel aus weiblichen Mitgliedern bestehende Verein erstmals von einer Frau geführt.

In diesem Jahr wird Hans-Walter geehrt, der schon 30 Jahre aktives Vereinszugehörigkeit bereits 20 Jahre als hauptamtlicher Turnlehrer für den TVN tätig ist. Ab 1.1.1991 ist als neue Sportlehrerin Natella Ullrich für den Verein tätig.

Ebenfalls in diesem Jahr werden TVN-Vorsitzende Gaby Eils und ihr Ehepartner Ulli zu Nordhorns „Bürger des Jahres“ gewählt. Sie organisiert seit 2 Jahren ehrenamtlich das Nordhorner Volleyball-Turnier.

1992 wird Michael Ueberschär Lehrkraft im TVN, der damit 5 hauptamtliche Lehrkräfte beschäftigt. Die Jugend-Tanzgruppe des TVN, die bereits im September 1992 Landespokalsiegerin im Modern Dance geworden waren. Im November auch Bundes-Pokalsieger.

Seit 1992 wird die Mitgliederversammlung und Finanzbuchhaltung mit vereinseigenen Personal Computer bewältigt. Die Geschäftsführerin A. Warnecke nimmt diese Aufgabe und alle anfallenden Büroarbeiten hauptamtlich wahr. Zum Vereinsvermögen gehören das 1969 errichte Turnerheim am Promenadenweg und die 1980 eingeweihte und 1988 erweiterte Tennisanlage mit sechs Plätzen und einem Wetterschutzgelände. Für die Fahrten zu Veranstaltungen steht dem Verein ein Bus mit 9 Sitzen zur Verfügung.

Der TVN beginnt das Jahr 1993 mit 2.903 Mitgliedern.

1993 qualifizierte sich die Trampolin-Riege des TVN für die Deutschen Meisterschaften in Frankfurt. Im Dezember 1993 begrüßt Vorsitzende Eilts das 3.000 Mitglieder im TVN. Der TVN geht mit neuen Rekorden, den 3.018 Mitgliedern in sein 100. Vereinsjahr.

1996 wurde Jörg Uebbig beim Landesturnfest in Stade Turnfestsiege die 14-jährige Juliette Sychla wurde Deutsche Meisterin im Doppelmini-Trampolin und Gitta Rosemann holt die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Vancouver/Kanada mit der Deutschen Nationalmannschaft Doppelmini-Trampolinturnen.

Wegen der ereignisreichen Vergangenheit der alten Vereinsfahnen wurden eine Anschaffungen / Gestaltung einer neuen Traditionsfahne notwendig. Der Schaftmeister Horst Niere und der stellvertretende Vorsitzende Fritz Niere konnten am 6.6.1997 diese in einer Matinee feierlich in Empfang nehmen.

1999 erweiterte der Turnverein Nordhorn sein Angebot um Reha-Sport für Wirbelsäulen und Gelenkgeschädigte.

2000 erhalten Hedwig Blödtner, Wilhelm Kröner, Hans Naber, Gerhard Portheine und Cäsar Ullbrich die Ehrenmitgliedschaft. Im Juli wurde Louisa Schoo Deutsche Meisterin im Doppelmini-Trampolin. Die Faustballerin Christina Mollhauer wird Vizeeuropameisterin mit der Deutschen Nationalmannschaft. Im Oktober wird Marina Schulz Europameisterin mit der Nationalmannschaft im Doppelmini-Trampolin.

Auf der Sportgala der Stadt Nordhorn 2001 werden Gitta Rosemann und Mandy Hermsdorf zu GN-Trainern des Jahres 2000 gewählt.

Am 1.1.2001 zählt der Verein 2.626 Mitglieder. Im Mai des Jahres richtet der TVN die Bezirksmeisterschaft im Jazzdance aus. Im Juni folgt die nächste Großveranstaltung des TVN –als Ausrichter der Deutschen Meisterschaft im Doppelmimi-Trampolin. Die Mannschaft des TVN holte die Goldmedaille am 1.9.2001 wird Heike Kotman als neue Sportlehrerin eingestellt.

2002 wird Christina Lütkenhues auf der Sportgala zur Nachwuchssportlehrerin im Jahr 2001 gewählt. Marina Schulz wurde Landesmeisterin im Doppelmimi-Trampolin. Die Mannschaft wird Deutscher Vizemeister in dieser Disziplin im August werden zwei neue Sportlehrer – das Ehepartner Oksana Verbytska und Volodymr Volikov – eingestellt und der TVN bietet nun auch den Sport für Diabetes betroffene neu im Programm auf.

Auf der Mitgliederversammlung 2003 wird eine Änderung der gesamten Satzung beschlossen. Seit April gibt es beim TVN in Kooperation mit der Vechtetalschule Rollisport. Im Oktober fahren drei TVN-Trampolinmannschaften zur Weltmeisterschaft nach Hannover. Die 12-jährige Katharina Rump holt die Bronzemedaille im Synchronwettbewerb, mit Linda Rüther von TuS Aschendorf.

Am 1.1. 2004 hat der TVN 2985 Mitglieder. Katharina Rump wird Deutsche Meisterin im Trampolin-Synchronturnen und mit Melanie Wargers und Hanna Klitzke Deutscher Mannschaftsmeister auf dem Großgerät. Christina Lütkenhues  wird mit der Nieders. Juniorenauswahl  Deutsche Faustball-Meisterin. Die TVN-Faustball-Trainerin Bianca Mollenhauer  feiert  in Brasilien mit dem Ahlhorner SV den Titel  einer Weltpokalsiegerin. Sport nach Diabetes wird eingeführt.

Im 110 Jahre alten Traditionsverein kommt es 2004 zu einer schweren Vertrauenskrise  zwischen Mitgliedern und dem Vorstand sowie  innerhalb des Vorstandes. Der Ehrenrat erzwingt nach einem gescheiterten Schlichtungsverfahren über  das satzungsgemäße  Quorum  von 10 %  mit den Unterschriften von 536  stimmberechtigten Mitgliedern eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Darauf tritt der  amtierende Vorstand  mit Gaby Eilts und Fritz Niere  Ende November zurück.  Das Amtsgericht setzt einen Notvorstand ein. Bei der Mitgliederversammlung am 8.4.2005 wählen die 184 anwesenden Mitglieder  Thomas Witte einstimmig  zum  neuen Vorsitzenden. Die Versammlung beschließt außerdem eine neue Satzung. Der Ehrenrat wird in Schiedskommission umbenannt. Oberturnwart Gerhard Munk legt nach 36 Jahren im geschäftsführenden Vorstand sein  Ehrenamt nieder.

Zum 1. Januar 2005 registriert der Verein mit 3123 Mitgliedern einen neuen Rekord nach 1994. Neu ins Angebot kommt „Power Man“ als Allround- Fitness für Männer und Sport bei Osteoporose. Bianca Mollenhauer wird  mit Deutschland Faustball-Europameister. In der olympischen Disziplin Trampolin-Großgerät Einzel holt sich Katharina Rump die Goldmedaille als deutsche Schülermeisterin 2005. Die Turnerin wird außerdem deutsche Mannschaftsmeisterin. Die TVN-Sportakrobaten  gewinnen  drei Landestitel. Die Trampolinspringer belegen im Jahr 2005 53mal die ersten drei Podest-plätze auf Bezirks-, Landes- und nationaler Ebenen sowie bei  internationalen Pokal-Wettkämpfen. Drei Springerinnen werden 2006  in den C- bzw. D-Bundeskader des Deutschen Turner-Bundes berufen.

Julia Wargers gewinnt 2006 den Landesmeistertitel im Trampolinspringen. Im Mai 2006 führt  der Verein Hockey für Mädchen von 17 bis 20 Jahren ein. Die Volleyballerinnen steigen als Meister der Bezirksklasse in die Bezirksliga auf. Lena Slagelambers  ist Bezirksmeisterin im Geräteturnen. Das Trampolin-Duo Rump /Höllmann siegt im Synchron-Turnen beim internationalen Ostseepokal und wird später auch deutscher Meister.  Dana Höllmann gewinnt  den Titel als deutsche Jugendmeisterin  auf dem Doppel-Mini-Tramp. Das TVN-Team holt Gold als Deutscher Mannschaftsmeister. Die TVN-Sportakrobatinnen verbuchen sieben Landestitel.

Rudolf Buhl  erhält nach  mehr als 30 Jahren als Trainer und Funktionär des Trampolinsports den DTB-Ehrenbrief. Der Turnkreis Grafschaft Bentheim verleiht ihm in Anerkennung seiner Verdienste den inoffiziellen Titel  „Father of the Flying People„ beim TVN.

Auch 2007 bestätigen die Trampolinturnerinnen mit sechs Landesmeistertiteln  ihre Ausnahmestellung in Niedersachsen.  Auf Bundesebene  ist  die Bilanz in den verschiedenen Disziplinen 4 x Gold, 1 x Silber und 4 x Bronze.  Die Geräte-Turnerinnen bleiben auf Bezirks- und Landesebene  ebenfalls erfolgreich. Auf der Tennisanlage  wird ein Sanitärgebäude errichtet. Mitglieder defizitärer  Abteilungen müssen erstmals Zusatzbeiträge zahlen. Hans-Walter Munk tritt  nach 36 Jahren als TVN-Sportlehrer  in den Ruhestand.

Bei der Sportlerwahl  werden Romina Kalter  als Nachwuchssportler des Jahres und  Melanie Wargers sowie Kathrina Rump zur Mannschaft des Jahres 2007 gewählt.

Bei der Mitgliederversammlung im  März 2008 verabschiedet der Vorstand Annemarie Warnecke  nach 22 Jahren als Geschäftsführerin. Die Basketballabteilung wird gegründet. Am 29.11.2008 führt der TVN wieder ein Schauturnen durch. Jugendliche bringen die Sportart  Trakour in den Verein. Der Verein ehrt Cäsar Ulbrich für 75jährige Mitgliedschaft. Neu ins Leben gerufen ist  ein Ehrenbeirat, der den Vorstand  berät und unterstützt.

Die  Boule-Anlage hinter dem Turnerheim wird errichtet und am 9. Mai eröffnet. Rund ums Turnerheim erfolgt eine Neupflasterung. Das erste Sommercamp im Rahmen des Nordhorner Ferienpasses wird  mit 29 Kindern ein Erfolg und jährlich zur Dauerveranstaltung beim TVN. Lena Slagelambers ist  Bezirksmeisterin im Gerätturnen.

2009 erfolgt die Fusion  der Volleyballabteilungen des TVN und Eintracht Nordhorn. Die gesamte Abteilung von Eintracht schließt sich dem TVN an. 250 Volleyballer gehören jetzt dem Verein an. Die Volleyballdamen sind  Dritter in der Oberliga.

Der Verein vereinbart  inzwischen mit sieben Nordhorner Ganztagschulen Kooperationen. Ein  neuer Kleinbus zum Transport von Mannschaften wird angeschafft. Die Turnerinnen glänzen wieder  mit zwölf Bezirksmeistern im Leistungsturnen; ferner sechs  Bezirksmeister, ein Vize-Landesmeister und  drei Gold- und fünf Silbermedaillen bei  den Deutschen Meisterschaften im Trampolinturnen, dazu zahlreiche Spitzenplätze bei nationalen und   internationalen Pokalwettkämpfen. Julia Wargers gehört  zum  Bundeskader Trampolin.

Zum 1.1.2010 hat sich die Mitgliederzahl auf 2358 verringert. Psychomotorik für Kinder kommt als neuer Gesundheitssport hinzu. Insgesamt bietet der Verein  jetzt über 30 Sportangebote mit vier hauptamtlichen Sportlehrern und 38 Übungsleitern in wöchentlich 210 Stunden an. Die Erfolgsserie der Nachwuchs- Trampolinturnerinnen setzt  sich auf nationaler und internationaler  Ebene fort. Phyllis Lensker  wird in Münster deutscher  Vizemeister und erreicht bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Metz den 4. Platz.  Die Sportart Zumba-  Fitness als besondere Aerobic kommt  ins TVN-  Programm. Weitere Kooperationsverträge mit Schulen werden abgeschlossen. Aufgrund der stark sinkenden Mitgliederzahlen von Anfang 2005 bis Ende 2010  um 900 (!) – auch durch gesellschaftliche Veränderungen bedingt  – möchte der Verein sich neu ausrichten und erwägt den Bau einer vereinseigenen Gymnastikhalle.

2011  beschließt der Verein eine Satzungsänderung.  Vorstand ist  künftig der geschäftsführende Vorstand mit bis zu drei kooptierten Mitgliedern.  Die Satzung ermächtigt den Vorstand, die Verfahrensweisen im Verein durch eine Geschäftsordnung zu regeln. Die Volleyballerinnen steigen in die Verbandsliga auf.  Auf Frentiens Kuhle wird eine Beach- Volleyball- Anlage mit zwei Spielfeldern errichtet. Die japanische Kampfkunst Aikido  unter Leitung von Michael Paris wird eingeführt. Phyllis Lensker  und Julia Wargers  holen Gold bei den Deutschen Trampolin-Meisterschaften. Bei der Jugend-Weltmeisterschaft  in Birmingham gewinnt Phyllis Lensker mit einer Traumkür   Silber im Synchronturnen mit Mona  Weiler (Unterbach). Bei den deutschen Mannschafts-Meisterschaften  in der Jugendklasse  gewinnen Phyllis Lensker, Julia Wargers, Lorena Hüsemann und Silvia Müller Gold. Bei der deutschen Meisterschaft im Doppel-Mini-Tramp holt Denise Bartsch Silber in der Einzelkonkurrenz

Kira Lockhorn ist neue Landesmeisterin im Gerätturnen vor Lena Slagelambers als Vizemeisterin

 

2012 steigen die Volleyball-Damen  in die Oberliga auf. Die Trampolinerfolge setzen sich auf allen nationalen Leistungsebenen mit zahlreichen Titeln und  Medaillen  fort. Die Trampolin-Abteilung mit Trainer Hans-Peter Ollech erhält offiziell die Auszeichnung Trampolin- Turn – Talentschule des Deutschen Turner-Bundes. Lena Rakers  wird  Turn-Bezirksmeisterin im Gerätturnen. Trampolin-Jugendturnerin Phyllis  Lensker qualifiziert sich im Olympia-Stützpunkt Bad Kreuznach und in München für die Jugend-EM in St. Petersburg.

Aufgrund des  demografischen Wandels, der Einführung der Ganztagsschulen und der zunehmende Bedeutung des Gesundheitssports stellt der Vorstand jetzt die Weichen für  den Bau eines eigenen Gymnastikraums auf dem Grundstück des Turnerheims. Grundlage soll ein Sportentwicklungskonzept für den Verein sein. Flexiblere Übungszeiten, Kurzzeitangebote und attraktive neue Angebote auch durch Vernetzung mit Altersheimen, Kindergärten und anderen Sportvereinen  werden angedacht. Die weitere Förderung des  Spitzensports für wenige hochtalentierte Jugendturnerinnen mit hohen Personalkosten zu Lasten des Breitensports wird kritisch hinterfragt.

Der Vorstand beschließt die vom Ehrenbeirat entworfene umfangreiche Geschäftsordnung vom 8.2.2012, um regelmäßig wiederkehrende Verfahrensabläufe grundsätzlich zu regeln. Dazu gehören unter anderem der Geschäftsverkehr, die Haushaltsführung, die Beschäftigung von Mitarbeitern, die Aufgaben des Vorstandes und sonstiger Funktionsinhaber.

Am 23.1.2013 beschließt der Vorstand erstmalig das von einer Arbeitsgruppe entworfenes Leitbild für den Verein. Am  20.2.2013   wird das zukunftsorientierte Sportkonzept für die künftige Ausrichtung des Vereins  verabschiedet. Es berücksichtigt die Schwierigkeiten nach der Einrichtung der Ganztagsschulen und die veränderten Alterstrukturen. Die Einführung neuer Trendsportarten müsse sich an der Nachfrage orientieren. Gefordert werden in dem Konzept auch  ganztägige Sportangebote, eine bessere Jugendarbeit, die Fortbildung der Mitarbeiter und eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit.

Am 15.3.2013 wird Gerhard Wendling zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Thomas Witte ab, der  nach acht Jahren Amtszeit nicht erneut kandidiert.  Die Mitgliederversammlung erlaubt dem Vorstand, Fusions-Gespräche mit dem Fußballverein SV Eintracht Nordhorn zu führen. Im Bereich des Rehabilitationssports  erweitert der Verein sein Angebot um Funktionstraining zur Rückenschulung.

In der Jugendklasse  16 bis 18 Jahre  ist die Trampolinriege des TVN mit Trainer Hans-Peter Ollech zum 3. Mal in Folge deutscher Mannschafts-Meister im Trampolin.

 

2014 werden die Fusionsgespräche mit dem Ziel fortgesetzt, zum 1. Juli zu fusionieren.  Sie werden Ende April ausgesetzt, weil SV Eintracht  u. a. kein  Konzept für die Jugendarbeit im Fußball vorweist, und viele Fragen zum Zusammenschluss ungeklärt bleiben. Nachdem SV Eintracht  2015 mit dem Türkischen Verein fusioniert hat, beendet der TVN  im Februar 2016 die Fusionsgespräche ergebnislos.

Der Verein beginnt Anfang 2014 konkret mit den Planungen für den Neubau des Vereinsgebäudes am bisherigen Standort. Neben der technischen Planung und Beschaffung der Finanzmittel sind zwei  Jahre lang zahlreiche Hürden zu bewältigen. Dies sind  die Machbarkeitsstudie, der Grundstückszukauf  von 1000 qm, aufwändige Bodenuntersuchungen auf Altlasten, Tiefenbohrungen  auch im Hinblick auf mögliche Kampfmittel, Baumfällungen, ferner eine notwendige Bodenverdichtung für die Standsicherheit. Hinzu kommt ein langwieriges Baugenehmigungsverfahren mit Problemen bei der Planung der erforderlichen Parkplätze und Baulasteintragungen.

Trampolin-Nachwuchstalent Andy Belsch ist Landesmeister im Olympischen Einzel. Phyllis Lensker qualifiziert sich für die Jugend-Weltmeisterschaft in den USA und darf dort bei der großen Eröffnungsfeier  im Ocean –Center in Daytona Beach auf Wunsch des Weltverbandes FIG den  Athleten-Eid sprechen. Gerätturnerin Lena Slagelambers ist Bezirksmeisterin und danach Landesmeisterin in der  Wettkampfklasse KM2.

 

Am 16. 1. 2015 beschließen die Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung,  den Neubau des Vereinsgebäudes  mit großer  Mehrheit (97  dafür, 7 dagegen, 4  enthalten). Gebaut werden soll ein Vereinsgebäude mit Gymnastikraum, Sitzungs- und Vortragsraum (zugleich Begegnungsstätte), einer Geschäftsstelle sowie den erforderlichen Sanitär- und Nebenräumen auf dem vereinseigenen Grundstück am Promenadenweg 7 in Nordhorn nach Abriss des Turnerheims  und Zukauf der dafür erforderlichen Grundstücksfläche. Mit der Planung wird die Firma Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbh in Nordhorn beauftragt.  Ein Bauausschuss mit fünf Bauingenieuren aus dem Verein unter Leitung des kooptierten Vorstandes Wolfgang Beutner begleiteten beratend  die Planungs- und spätere Bauphase.

Die Leser  der Grafschafter Nachrichten wählen Phyllis Lensker, Julia Wargers, Lorena Hüsemann und Larissa de Jong wegen ihrer zahlreichen Podestplätze bei den Deutschen und Landes-Meisterschaften  im Trampolinturnen zur Mannschaft des Jahres und das Ausnahmetalent Phyllis Lensker zur Sportlerin des Jahres 2014. Schüler Andy Belsch wird Deutscher Meister im Doppel-Mini Trampolin. Jugendturnerin Diana Lonsky wird in dieser Disziplin Landesmeister.

2015 feiert die Damen- Volleyballmannschaft die Meisterschaft in der Oberliga und den Aufstieg in die Regionalliga. Neu ins Aerobic- Programm kommen „Piloxing“ und „Tai-Bo“.  „Smovey“ wird als neue Ganzkörper –Gymnastik  eingeführt.

Die Ära der seit Jahrzehnten auf nationaler und internationaler Ebene mit einem Medaillenregen überaus erfolgreichen Trampolin-Turnerinnen geht im Herbst  zu Ende, nachdem Phyllis Lensker am 1.10. den Verein verlässt und der langjährige Trainer Hans-Peter Ollech sein Amt aufgibt. Man bemüht sich um einen Neuaufbau mit jungen Talenten.

Wegen des Bedarfs an Flüchtlings-Unterkünften  in Nordhorn als Folge des Syrienkriegs kommt es  vorübergehend zu  Hallensperrungen, die  den Turnsportbetrieb belasten. Die Auswirkungen können jedoch bald auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Im November 2015 wird das Vereinsgebäude  am Promenadenweg abgerissen. Die Geschäftstelle wird für die Bauzeit des neuen Gebäudes  in das ehemalige Büro des Kreissportbundes am Postdamm 3 verlagert.

Die U20- Basketballer sind  Meister in der Bezirksliga Weser-Ems. Das Duo Johann Krol und Michael Paris wird Nordhorner Boule- Stadtmeister.

2016 behaupten sich die  Volleyball-Damen I mit dem neuen  Trainer Gerjan Heerkes auf dem 5. Platz in der Regionalliga. Die Damen II steigen ungeschlagen in die Landesliga auf.

Die inzwischen auf acht  Spielbahnen  erweiterte Boule-Anlage auf dem städtischen Gelände in Frentiens Kuhle wird seit 2015 regelmäßig nachts von Fremden –  zeitweise mit erheblichen Verwüstungen – unbefugt benutzt. Die Boule-Abteilung wünscht deshalb die Anlage weitläufig   einzuzäunen. Dies lehnt jedoch die Stadt Nordhorn vorerst  ab.

Nach zeitaufwändigen Bodenuntersuchungen und kostspieliger Herrichtung des Baugrundes beginnt   im April 2016 der Neubau des Vereinsgebäudes am Promenadenweg. Das  zu errichtende  Vereinsgebäude  mit der dahinter liegenden Boule- und Beach- Volleyball-  Anlage erhält den Namen „TVN- Sportzentrum“.